wuselken

Deja Vu

Gerade habe ich einen Film geschaut.. er war ganz interessant und ziemlich verworren zu Beginn. Im grund ging es darum, dass eine Frau all das, was sie im Laufe des Filmes erlebt, schon mal gesehen hat. Als hätte sie es schon mal gelebt.
So etwas ist natürlich ziemlich filmreif, aber es schafft eine kleine Verbindung zu den bekannten Deja Vu- Erlebnissen.
Oder etwa nicht? Konnte dieses Phänomen mal aufgeklärt werden?
Zweifelhaft… gibt es Theorien? Bestimmt- immerhin versuchen die Menschen immer alles zu erklären. Und zwar wissenschaftlich.
Doch… was ist, wenn man dies aus einer anderen Perspektive betrachtet?
Was ist, wenn man von der Wissenschaft loslässt und ins Übernatürliche übergeht?
Was wird dann unter diesen Erlebnissen verstanden?
Soll das etwa bedeuten, wir haben schon mal gelebt? Manche werden bestimmt derartiges nennen. Denn viele glauben an eine Wiedergeburt…
Merkt unser Geist dann, dass er dieses schon im letzen Leben hatte?
Oder ist es eher so was wie eine andere Welt? Vielleicht eine andere Dimension, eine Parallel Dimension?
Doch ganz gleich, was es tatsächlich sein könnte… bedeutet dies etwa, dass wir dort genauso verfahren?
Dass unser paralleles oder unser letztes Leben genauso verlaufen ist?
Denn sonst hätten wir doch keine Erinnerungen…
Oder ist es wie in diesen Filmen, in denen die Hauptdarsteller jeden Morgen aufwachen und den Tag noch mal erleben, nur auf ein ganzes Leben übertragen worden?
Denn, wenn nicht, müsse es doch bedeuten, dass ich meine Freunde auch dort habe. Genau dieselben. Dass ich auch dort meine Familie habe, genau dieselbe.
Und dass meine Erlebnisse dort diesen gleichen.
Oder überschneiden sich nur bestimmte Momente?
Immerhin sollten wir sonst dauerhaft in einem Deja Vu Zustand verweilen, doch dies tun wir nicht. Es kommt immer ganz selten, aber es kommt.
Ein unendliches Rätsel.
Aber auch eines, das ich lieber seiner geheimnisvollen Art überlassen würde.
Denn wohin soll die Fantasie gehen, wenn alles nur noch wissenschaftlich bewiesen werden soll… Wo werden die Menschen dann in Zukunft landen? Wie werden sie sein?
… Lassen wir es lieber sein…
… Belassen wir es lieber bei der Unwissenheit…

3 Kommentare 22.1.08 21:12, kommentieren

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Gleiches an Gleiches

Gemeinsamkeiten haben eine unglaublich starke Wirkung auf Menschen.
Schon einmal habe ich dieses Thema ansatzweise angesprochen...
Und wieder fällt es mir auf.

Geht man durch die Straße kann man derartiges ohne Probleme und so ziemlich auf Anhieb erkennen!!
Die verschiedensten Arten gibt es.

Arten, die auch unterschiedlich gewichtet sind.
Religion, Sprache, Herkunft, Kultur, ähnliche Erlebnisse, gleiche Schicksalsschläge-- sind einige der Wirkungsvollsten- die Verbindlichsten...

Am einfachsten zu beobachten ist dies bei jüngeren Leuten in offiziellen Veranstaltungen wie Schulen, Unis, Vereine (...) oder wie bereits erwähnt einfach auf der Straße.
ES finden sich am schnellsten Grüppchen zusammen, die auf äußerlich basierende Merkmale achten.
Türken, Russen, dunkelhäutige Menschen etc. finden sich am einfachsten.

Wahrscheinlich gibt es einem eine gewisse Art von "Sicherheit"/ "Rückendeckung" unter "Gleichgesinnten" zu verkehren.
Vllt. gibt es einem ein Gefühl von "Bekanntem" von "Teilendes- Schicksal" , von "Heimat"...
Kleineren Kindern ist es gleichgültig mit wem sie etwas spielen.
Wird man erwachsen, so fließen soziale, kulturelle Aspekte mit ein und verändern dementsprechend die Haltung zu anderen Menschen.
Vorurteile oder eingesittete Sichtweisen schränken oft die "moderne Offenheit" ein, obgleich man es selten zugeben mag.
Da solche Einstellungen und Tatsachen relativ bekannt sind, wirkt es sich wohl auch auf das Verhalten aus,Freunde zu suchen.
Und zwar in dem Bereich, in welchem man sich verstanden fühlt.
Es bilden sich also Gruppen mit Gemeinsamkeit- orientierten Leuten.
Dies geschieht in den simpelsten Gelegenheiten:

StudiVz wird allen bekannt sein? In welche Gruppen tritt man ein?
In die, welche einem zusprechen, welche gleiche Interessen verfolgen, wie man selbst.

Selbsthilfegruppen: Menschen mit ziemlich ähnlichen Schwierigkeiten!
Tanzgruppen: Menschen , die die Lust zur Musik und der darauf richtenden Bewegung teilen!

Unglaublich viele Einteilungen herrschen in unserem alltäglichen Leben.
Dann müsste es auch nicht verwunderlich sein, wenn gleiche Kulturen sich zuerst kennen lernen, vorrausgesetzt die gleichen Wurzeln liegen ähnlich weit bei einander und sind erkennbar.
Es fällt einem einfach leichter, eine möglichst ähnliche Person anzusprechen als eine, die sich komplett von einem selbst unterscheidet.
Ein eher zum HipHop orienterter Typ wird kaum einen Punk ansprechen, um neue Bekanntschaften zu knüpfen und andersrum wird es auch so sein.
(Zumindest ist dies meistens der Fall, aber auch nicht immer!!)

Nicht verwundert oder überrascht betrachte ich also dieses Faktum, dass vor mir 2 dunkelhäutige Jungs alleine sitzen...
aber faszinierend und irgendwie schade ist es doch!

13.11.07 21:00, kommentieren

Entflogen

Ob es andere wohl auch haben`?
Dieses seltsame Gefühl?

Als würde man selbst seinem eigenen Körper entfliehen...
man sitzt neben sich.
Alles kommt einem vor, wie im Fernsehen.
Wie in den Serien, in denen es eine Stimme gibt, welche alles erzählt.
Bilder beschreibt, Gefühle andeutet, Gedanken und Handlungen hinterfragt.
Man sitzt da... einfach so...
Man hat eine Geschichte, eine Geschichte, die sich anfühlt, wie niedergeschrieben.
So normal, menschlich.
Nicht besonders außergewöhnlich und spannend.
Es kommen nur die normalsten Dinge vor, wie Trauer, Herzschmerz, Freude, Stress, Gelassenheit-- ich könnte ewig so weiter machen...
Die Vergangenheit scheint so unveränderbar, kein bisschen atemberaubend.
Die Zukunft vielleicht schon in Planung, oder zumindest eingeschränkt durch gewisse Vorstellungen.
Ziele, die man sich höchstwahrscheinlich gesetzt hat, werden angestrebt. Und so wird die Zukunft bestimmt.
Und die Gegenwart??
So schnell schon Vergangenheit...

Aber jetzt.. in diesem Augenblick..
genau in diesem Augenblick scheint die Gegenwart zu verharren.
Keine Vergangenheit, keine Zukunft.. nur das hier und jetzt.
Wer ist man selbst?? Dieser Körper?
Beschreibt er einen Menschen??
Was ist, wenn man diesen Körper nicht hätte? Wären die Gedanken ebenfalls anders? Wie würde man seine Vergangenheit gelebt haben und seine Zukunft noch leben?

Keine Wärme, keine Kälte.. kein Geruch, keine Töne.. alles ist still...
So Unwirklich... eigentlich sollte es lenkst Vergangenheit sein..
so habe ich meine Vergangenheit gerade geschaffen.
Man schafft seine Vergangenheit selbst-- und zwar genau durch das, was wir in der Gegenwart tun..
..aber ich tue doch gar nichts?!
ICh sitze einfach da und bin doch ganz woanders.
Ich spüre meinen Körper nicht. Will ich das nicht? Oder werde ich unfreiwillig dazu gebracht?
Durch wen und was?
Wie kann so was sein? Wie ist das möglich?? Sich selbst als Fremde anzusehen??!!??

In dieser Situation bin ich nicht zum ersten Mal... schon als jüngeres Mädchen hatte ich derartige "Begegnungen" mit mir selbst oder besser Gegenüberstellung von mir selbst.
Da dachte ich immer, ein Engel hätte mich aus diesem Instrument genommen, um mich zu halten und mir zu zeigen, dass es wichtigeres gibt.
Dieses Instrument.. meine Hände.. meine Augen.. meine Lippen.. -- mein Körper-- es ist nur ein Mittel.
DIeses Mittel macht uns nicht aus.. es ist bloß eine Hilfe das Innere zu intensivieren.
Berührungen, Küsse, Umarmungen.. sie tragen dazu bei bestimmte Gefühle und Gedanken wachsen zu lassen. Und genau dies ist, was uns ausmacht.

Nicht mit dem Körper bestimmen wir Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft...

3.11.07 17:27, kommentieren

Meine "Rede"an Mams Geb.

Liebe Mama
Wieder ist der Tag gekommen, an dem du vor 49Jahren auf diese Welt kamst.
Damals warst du noch ein kleines Ding, gerade aus dem Mutterleib entsprungen und nichtsahnend, was alles auf dich zukommen wird.
Und nun bist du schon um einiges größer und erfahrener.
Du hast gute, aber auch schlechte Zeiten gehabt, in denen du deine Erfahrungen gesammelt hast.
Und irgendwann hast du es geschafft 2Kinder auf die Welt zu bringen und deine Zeit zu opfern, damit aus ihnen anständige Menschen werden.
Nun ja, ohne eingebildet klingen zu wollen, denke ich, dass du diese Aufgabe mit Bravur erledigt hast!!
Du hast uns zu den Menschen gemacht, die wir heute sind.
Hast uns beigebracht zu reden, hast uns gezeigt was falsch und was richtig ist
Hast uns gelehrt was einen guten Menschen ausmacht und uns gezeigt, dass es wichtigere Dinge gibt als Materielle Sachen wie Geld.
Denn es hat bei uns nie an Geborgenheit, Wärme, Respekt und Liebe gefehlt.
Du stelltest deine Bedürfnisse beiseite, damit unsere so weit es möglich war erfüllt werden konnten.
Wir standen bei dir immer an erster Stelle.
Und auch wenn sich die Ansichten der Generationen spalten und du vieles nicht nachvollziehen kannst, so akzeptierst du unsere Meinungen.
Dies alles und viel mehr kann man nicht zurückzahlen.
So sehr wir uns bemühen würden deinen Taten gleich zu kommen, so könnten wir diese Messlatte nie erreichen.
Das einzige wodurch wir dir immer wieder unsere Dankbarkeit zeigen können sind unsere Worte und unsere Gästen.
Wir sind sehr dankbar für eine solche Mutter.
Tausende würden sich glücklich schätzen in unserer Haut zu stecken!
Und ich wäre überaus froh, wenn ich irgendwann mal eine annähernd so gute Mutter wäre wie du es zu uns warst und immer noch bist.
Natürlich gibt es mal Streitereien, Unstimmigkeiten oder andere Probleme, aber so was gehört nun mal dazu!!!
Wir danken dir für alles, dass du uns bis jetzt beschert hast und für alles, was du uns noch bescheren wirst.
Denn wir wissen, ganz gleich was geschehen könnte, immer wärst du für uns da.
Nur lass mich dir noch einen Rat geben:
Wir sind keine Kinder mehr, denen du deine ganze Zeit opfern musst.
Und auch Pa wird mal auf einiges verzichten können.
Gönne dir selbst etwas!!
Erfülle dir Wünsche, die du schon immer hattest!! Gönne dir etwas, worüber du dich freuen würdest!!
Denn du bist nicht nur eine Königin im Gewande der Hausfrau und eine Mutter.
Du bist auch eine Frau mit Träumen und Bedürfnissen!!
Und das Leben sollte auch dir nicht verwehrt bleiben!! Wir unterstützen dich bei all deinen Gedanken und Anregungen, Hauptsache, du tust auch dir mal was Gutes!!
Wir lieben und verehren dich!!! Deine Familie!!

Und als Schluss möchte ich ein Zitat von Immanuel Kant (1724 – 1804) erwähnen:
„Ich werde meine Mutter nie vergessen; denn sie pflanzte und nährte den ersten Keim des Guten in mir, sie öffnete mein Herz den Eindrücken der Natur; sie weckte und erweiterte meine Begriffe, und ihre Lehren haben einen immerwährenden Einfuß auf mein Leben gehabt.

6.10.07 20:06, kommentieren

Eine gewisse Unruhe überfällt mich...
Sensibilität macht sich breit...
Was ist nur wieder los mit mir??
Eine Folge von überschüssigen Hormonstörungen oder einfach wieder eine Phase?
Belastende Steine, die sich zu größeren Exemplaren zu verschmelzen drohen, so dass alles noch schwerer wiegt.
In einen neuen Lebensabschnitt wird gefuscht und es scheint nicht mehr so neu und aufregend zu sein.
Ich wusste aber nicht, dass mich solch ein Einmischen so durcheinander bringen könnte...
Keine Lösung findend vergrab ich mich nur in Selbstmitleid und Akzeptanz.
Und dieses Zerrütteln der Nerven wirkt sich auch noch auf andere Lebenslagen aus.
Es wird zu viel für mich.
Aber um es anzugehen fehlt mir die Kraft, weil ich die Situation als viel zu unpassend betrachte...und dadurch versuche nicht an mich zu denken.
Aber hierfür muss ich dann die Folgen tragen oder eher ertragen.

Es ist unfassbar wie sehr man sich im Laufe der Zeit ändert und wie schwer es einem fällt sich selbst in den Hintergrund zu stellen.
Früher war es kein Problem, klar, es war auch nicht immer einfach, aber immerhin nicht so belastend wie jetzt.
Was richtig davon ist, weiss ich nicht.
Viele würden wohlmöglich erst an sich denken, ich versuche es andersrum.
Ich möchte ein Mensch sein, bei dem man sowas lobt.
Aber auch hier würde ich wohl von einer Freundin hören, dass ich nicht daran denken sollte, was andere über mich denken.
Wohl wahr, aber lassen kann ich es auch nicht ganz. Zumindest nicht in der Sache.
ICh würde mich selbst nicht mehr mögen, wenn ich jetzt in meinem Interesse handeln würde... und das wäre dann doch das Schlimmste, denke ich.
Und trotzdem fällt es mir schwer damit klarzukommen.
Am liebsten würde ich mich in den Armen meiner Mutter vergraben wie ein kleines Mädchen es tun würde...
Jedoch würde meine derzeitige Sensibilität mit mir durchgehen und ich würde einfach anfangen leise zu weinen.
Aber meine Mam hat mich noch nie "erwachsen" weinen gesehen und die Vorstellung es zu ändern, hällt mich dann doch davon ab dem nachzugehen.
Ausserdem hat sie gerade ihren eigenen Kummer.
ICh würde gerne für sie dasein und sie ermutigen, aber auch hierfür fehlt mir zur Zeit die gewisse Kraft.
Traurigkeit hinzukommend zu dem nicht leichten Gepäck, den ich trage und der mich auf die Knie zwingt.
Also wünschte ich genau jetzt meinen Freund da zuhaben.
Bei ihm würde es mir leichter fallen mich gehen zu lassen, aber leider ist er nicht da.
Die Realität macht mir einen Strich durch die Rechnung.
Und das bringt mich wiederrum dazu noch zerissener zu sein...

26.9.07 13:33, kommentieren